Das Alstertal besser erreichbar machen: Bestehende Zugänge werden erneuert

Das Alstertal ist ein beliebtes Naherholungsgebiet für viele Hamburgerinnen und Hamburger. Besonders im Bereich des Wellingsbütteler Zentrums bestehen jedoch Verbesserungsbedarfe bei der Erreichbarkeit. Mit dem Projekt „Verbesserung der Querverbindung im Alstertal“ sollen deshalb drei Zugänge zwischen der Alten Landstraße und dem Kuhteichweg erneuert und deutlich verbessert werden. Ziel ist es, das Alstertal künftig für alle Menschen – egal ob zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit Kinderwagen oder mit Mobilitätseinschränkungen – besser erreichbar zu machen. Damit wird ein langjähriger Wunsch vieler Anwohnerinnen und Anwohner aufgegriffen, den die Wandsbek-Koalition mit einem entsprechenden Antrag angestoßen hatte.

Xavier Wasner, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion Wandsbek: „Die ersten Entwürfe für die drei verbesserten Zugänge zum Alstertal zwischen der Alten Landstraße und dem Kuhteichweg liegen jetzt vor. Sie sollen für alle gut nutzbar sein, sich sensibel in das Gelände einfügen und die Natur möglichst wenig beeinträchtigen. Wir freuen uns sehr, dass unser Antrag nun umgesetzt wird und damit ein langjähriger Wunsch vieler Anwohnerinnen und Anwohner Realität wird. Besonders begrüßen wir, dass die laufende Planung durch mehrere Hinweisschilder vor Ort öffentlich angekündigt wird und Interessierte über weiterführende Informationen einen Einblick in das Verfahren erhalten. Das schafft zusätzliche bürgernahe Transparenz und ermöglicht es den Nutzerinnen und Nutzern des Weges, sich frühzeitig auf die anstehenden Erneuerungen der Treppenanlagen zu freuen. Nach Abschluss der Planungen soll die Maßnahme nun auch zügig umgesetzt werden. Der Baubeginn ist derzeit für den Sommer 2027 vorgesehen.“

Tessa Gesch, Regionalsprecherin Alstertal der Grünen Fraktion: „Gerade Familien mit Kinderwagen, ältere Menschen oder Menschen mit Mobilitätseinschränkungen profitieren von gut ausgebauten Wegen. Mit der Erneuerung der Zugänge sorgen wir dafür, dass das Alstertal für alle besser erreichbar wird und als Naherholungsgebiet noch attraktiver bleibt.“

Birgit Wolff, Fachsprecherin Alstertal und Vorsitzende der FDP-Fraktion Wandsbek: „Beim Ortstermin haben wir gesehen, wie viele Menschen diesen Verbindungsweg nutzen – und bei Gesprächen mit ihnen wahrgenommen, dass sie die neue Planung sehr begrüßen! Manchmal sind es die kleinen eher versteckten Wege, die im Alltag eine große Relevanz haben, so auch hier. Sehr schön, dass die Verwaltung das auch so wertschätzend begleitet!“

Hintergrund

Ein vom Bezirksamt beauftragter Landschaftsarchitekt hat bereits erste konkrete Entwürfe für die neuen Wege und Rampen erstellt. Das starke Gefälle im Alstertal stellte dabei eine besondere planerische Herausforderung dar. Bei der Planung wurden insbesondere folgende Aspekte berücksichtigt:

  • Die Wege sollen für alle gut nutzbar sein – zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit Kinderwagen und für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen.
  • Die neuen Rampen sollen sich möglichst harmonisch in das Gelände einfügen. Wo Treppen durch Rampen ersetzt werden, können seitliche Stützmauern erforderlich sein.
  • Natur, Waldflächen und das Überschwemmungsgebiet der Alster sollen möglichst wenig beeinträchtigt werden.
  • Bestehende Bäume sollen erhalten bleiben.
  • Der Waldboden soll geschützt werden.
  • Die Baukosten sollen wirtschaftlich vertretbar bleiben.

Hierfür wurden verschiedene Planungsvarianten entwickelt und miteinander verglichen. Bis zum 3. Juli 2026 läuft die sogenannte 1. Verschickung. In dieser Phase erhalten die beteiligten Fachbehörden, Träger öffentlicher Belange und Verbände Gelegenheit, zu den aktuellen Planungen Stellung zu nehmen. Die eingehenden Rückmeldungen werden sorgfältig ausgewertet und – soweit möglich – in die weitere Planung aufgenommen. Anschließend werden die technischen Planungen vertieft und die Bauvorbereitung abgeschlossen. Der Baubeginn ist für den Sommer 2027 vorgesehen.

Von besonderer Bedeutung ist dabei auch die Erneuerung der bestehenden Treppenanlagen und des Weges durch das Alstertal. Dieser verbindet das Zentrum Wellingsbüttels und den S-Bahnhof Wellingsbüttel mit Poppenbüttel bis zur Alten Landstraße und wird von zahlreichen Anwohnerinnen und Anwohnern regelmäßig als wichtige Fußwegeverbindung genutzt. Aus Sicht der Wandsbek-Koalition sollte die Erneuerung dieser stark frequentierten Wegeverbindung daher nach Abschluss der Planungen zügig umgesetzt werden.

Erneuerung Durchlass Berner Au oberhalb des Rückhalte­beckens Sasel

Das Bezirksamt Wandsbek teilt mit:

„Im Zuge des Projektes „HRB Sasel – Herstellung eines naturnahen Hochwasserrückhaltesystems“ am Meiendorfer Mühlenweg erneuert das Bezirksamt auch einen Durchlass der Berner Au oberhalb des Rückhaltebeckens. Die Arbeiten werden voraussichtlich vom 6. bis 17. Juli 2026 erfolgen.
Die Maßnahme trägt zur Verbesserung der ökologischen Durchgängigkeit der Berner Au bei.

Während der rund zweiwöchigen Bauzeit kommt es für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie für Fahrradfahrende zu Einschränkungen im Wegenetz. Über notwendige Wegesperrungen wird vor Ort rechtzeitig informiert, Umleitungen werden ausgeschildert.

Das Bezirksamt Wandsbek bittet alle Anwohnenden und Nutzenden um Verständnis für die vorübergehenden Beeinträchtigungen.“

Sanierung der historischen und denkmalgeschützten Mellingburger Schleuse – aktueller Stand

Das Bezirksamt Wandsbek teilt mit:

Die heute als Wehr betriebene Mellingburger Schleuse ist die einzige historische Alsterschleuse, an der die frühere Funktion noch erkennbar ist. Sie ist daher als bedeutendes Kulturdenkmal geschützt. Die Sanierungsarbeiten laufen seit Anfang 2025. Mit der Planung und Realisierung der Sanierung ist der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) beauftragt.

Am Oberhaupt wurden inzwischen die neue Brücke eingehoben und neue Geländer an den Uferwänden montiert. Ab dem 1. Juni 2026 bis zum Ende der Bauzeit werden Fußgängerinnen und Fußgänger über das fertiggestellte Oberhaupt geführt, im Gegenzug wird das Unterhaupt gesperrt. Die Wege werden entsprechend erneuert und erhalten für die Zeit der Umleitung sowie eine provisorische Beleuchtung. Die Umleitung ist erforderlich, um am Unterhaupt die Behelfsbrücken abzubauen und die finalen Sanierungsarbeiten auszuführen. Es werden auch hier neue Schleusentore und eine neue Brücke eingebaut.

Die Kanustege am Unterhaupt werden im Zuge der Sanierungsarbeiten durch neue Schwimmstege ersetzt. Sie werden noch so lange wie möglich für Wassersportlerinnen und Wassersportler nutzbar sein. Während der unmittelbaren Abbruch- und Neubauarbeiten werden jedoch zeitweise längere Wege über Behelfsanleger notwendig werden. Das Bezirksamt wird hierzu weiter informieren.
Das Bezirksamt und der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) sind bemüht, die Arbeiten an dem Ensemble mit so wenig Nutzungseinschränkungen wie möglich zu Ende zu führen.

Die Fertigstellung der Grundinstandsetzungsarbeiten ist für das Ende des dritten Quartals 2026 vorgesehen.

80 Jahre Hamburger Curiohaus-Prozesse

Sasel-Case: „Den Tätern auf der Spur – Lucille Eichengreen stellt die SS-Bewacher“

Die Bezirksversammlung Wandsbek unterstützt die diesjährige Veranstaltungsreihe „80 Jahre Hamburger Curiohaus-Prozesse“. Jetzt beginnt die dreiteilige Folge „NS-Kriegsverbrechen in Wandsbek vor britischen Militärgerichten“.

Die erste dieser Veranstaltungen widmet sich anhand einer Präsentation dem Thema „Sasel Case: Den Tätern auf der Spur – Lucille Eichengreen stellt die SS-Bewacher“.

Sie findet statt am Mittwoch, den 22. April 2026, von 19 bis 21 Uhr, im Curiohaus, Rückgebäude Räume A/B/C, Rothenbaumchaussee 15, 20148 Hamburg. Der Zugang ist barrierefrei.

Lucille Eichengreen, geborene Cecilie Landau, war Häftling im KZ Sasel. Nach ihrer Befreiung half sie den britischen Militärbehörden beim Ergreifen der KZ-Bewacher. Sie schrieb ihre Erinnerungen auf. Ihr Buch „Von Asche zum Leben“ ist neu aufgelegt. Das Kapitel über das Auffinden der Täterinnen und Täter steht im Mittelpunkt dieser Veranstaltung.

Ursula Wamser und Wilfried Weinke kannten Lucille Eichengreen und berichten im Gespräch mit Stefan Romey von Begegnungen mit ihr und dem Entstehen des Buches. 

Uwe Leps spricht über den Unternehmer Emil Bruhns, der im Sasel Case wegen Misshandlungen an jüdischen Frauen aus dem KZ Sasel, die bei der Trümmerbeseitigung und der Herstellung von Plattenhäusern eingesetzt waren, angeklagt war.

Verlängerung der Bauzeit am Rückhaltebecken Sasel

Durch den anhaltenden Frost und Schneefall im Winter verlängert sich die Bauzeit am Rückhaltebecken Sasel bis Ende August 2026, teilt das Bezirksamt Wandsbek mit. Anschließend kann es ab Oktober 2026 zu temporären Wegesperrungen kommen, da noch Pflanzarbeiten durchgeführt werden.

Das Rückhaltebecken am Meiendorfer Mühlenweg wird zur Verbesserung des Hochwasserschutzes und zur Steigerung der Artenvielfalt um ein naturnahes Hochwasserrückhaltesystem erweitert. Das Wegenetz wird umgestaltet, damit die Natur noch besser erlebt werden kann.

Der Verkehr auf dem Meiendorfer Mühlenweg ist in Höhe der Zufahrt zum Rückhaltebecken durch eine Ampelanlage geregelt. Dadurch kann es phasenweise zu Verzögerungen kommen.

Informationen zu Wegesperrungen für den Fußgänger- und Radverkehr rund um das Rückhaltebecken sind vor Ort ausgehängt.

Das Bezirksamt bittet für die erforderlichen Sperrungen um Verständnis.

„Schuld – Verantwortung – Sühne“ – Prozesse im Curiohaus zu den NS-Verbrechen in Wandsbek

Gedenkveranstaltung der Bezirksversammlung Wandsbek am 27. Januar 2026

Die Bezirksversammlung Wandsbek lädt am 27. Januar, dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, zu einer Gedenkveranstaltung ein.

Die Veranstaltung findet statt am Dienstag, den 27. Januar 2026, um 18 Uhr im Bürgersaal Wandsbek, Am Alten Posthaus 4, 22041 Hamburg. Der Zugang zum Saal ist barrierefrei.

Der Vorsitzende der Bezirksversammlung, Philip Buse, wird die Veranstaltung eröffnen.

Anschließend wird der Autor Stefan Romey anhand einer Präsentation die drei Prozesse zu NS-Verbrechen in Wandsbek (Poppenbüttel Case, Sasel Case, Wandsbek Case) erläutern. 

Britische Militärgerichte führten Prozesse zum Tod des polnischen Zwangsarbeiters Andrzej Szablewski sowie zu dem Geschehen in den KZ-Außenlagern Sasel und Wandsbek durch. Was war geschehen? Wer waren die Angeklagten? Wer waren die Zeuginnen und Zeugen? Mit Hilfe von Überlebenden der NS-Verfolgung konnten Täterinnen und Täter ergriffen werden. Zeigten diese Reue, fühlten sie sich schuldig und bedauerten sie ihre Taten?

Die Präsidiumsmitglieder der Bezirksversammlung tragen Auszüge aus Zeugenberichten vor. Diese geben einen unmittelbaren Eindruck auf das Geschehen wieder.

Musikalisch wird die Veranstaltung von einem Cello-Trio der Staatlichen Jugendmusikschule Hamburg begleitet.

Zur Veranstaltung liegen die von der Bezirksversammlung Wandsbek herausgegebenen Bücher „Widerstand in Wandsbek 1933-1945“, „Wandsbek erinnert an 1933-1945“ und „Wandsbeker Weg der Erinnerung an Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus 1933-1945“ aus.

Vergabe des Alstertaler Bürgerpreises 2025

Verlängerung der Frist zur Einreichung von Vorschlägen

Der Regionalausschuss Alstertal vergibt als Auszeichnung für Personen oder Institutionen, die in den Stadtteilen Poppenbüttel, Hummelsbüttel, Sasel oder Wellingsbüttel durch besondere Leistungen in verschiedensten gesellschaftlichen Bereichen aufgefallen sind, einen Bürgerpreis. Der Preis ist mit 400 Euro dotiert, kann aber auch auf mehrere Preisträgerinnen und Preisträger aufgeteilt werden.

Zur Vorbereitung der Entscheidung über die künftigen Preisträgerinnen und Preisträger bittet der Regionalausschuss Alstertal um die Zusendung schriftlich begründeter Vorschläge nun bis zum 22. März 2026 an die

Geschäftsstelle der Bezirksversammlung Wandsbek,
Schloßstraße 60, 22041 Hamburg

oder per E-Mail an bezirksversammlung@wandsbek.hamburg.de.

Sanierung der Mellingburger Schleuse

Wegesperrung am Mellingburgredder

Im Zuge der laufenden Sanierungsarbeiten an der historischen und denkmalgeschützten Mellingburger Schleuse wird vom 17. bis 19. November 2025 der Mellingburgredder östlich unterhalb des Hotels (Hausnummer 1) mehrfach halb- beziehungsweise ganztägig gesperrt werden.

Am Montag, den 17. November, und Dienstag, den 18. November 2025, erfolgt von 8:30 bis etwa 12 Uhr eine Sperrung aufgrund von Materiallieferungen.

Am Mittwoch, den 19. November 2025, ist eine Sperrung von 8:30 bis etwa 17 Uhr erforderlich. Es werden die restaurierten Holz-Stemmtore angeliefert.

Nach dem Einbau der Stemmtore wird der Schwerpunkt der Arbeiten auf die Sanierung des Unterhauptes verlagert. Die Arbeiten werden noch bis zum Frühjahr 2026 andauern.

Im weiteren Verlauf der Sanierungsmaßnahmen werden kurzzeitig weitere Sperrungen erforderlich sein. Diese werden vorher rechtzeitig angekündigt.

Das Bezirksamt sowie der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) werden die Einschränkungen auf das geringstmögliche Maß beschränken.

Foto: Kartenauszug, Landesbetrieb für Geoinformation und Vermessung

Neue Initiative für öffentliche Toilette am Saseler Markt

Die Bezirksversammlung Wandsbek berät auf Initiative der Wandsbek-Koalition aus SPD, Grünen und FDP, erneut die Einrichtung einer öffentlichen Toilette am Saseler Markt zu prüfen. Bereits im April 2022 hatte die Bezirksversammlung diesen Wunsch formuliert. Damals sah die zuständige Fachbehörde jedoch keine Möglichkeit, den Bedarf zeitnah zu realisieren.

Das Thema wird seither immer wieder von Bürgerinnen und Bürgern sowie von der Lokalpolitik aufgegriffen. Der Saseler Markt ist ein zentraler Treffpunkt im Stadtteil und wird insbesondere durch den Wochenmarkt stark frequentiert. Der Mangel an öffentlichen Toiletten wird daher regelmäßig kritisiert.

Im Mittelpunkt des aktuellen Antrages steht das Marktmeisterhaus, das bereits über eine technische Infrastruktur verfügt und nach Auffassung lokaler Akteure mit überschaubarem Aufwand für eine öffentliche Nutzung umgebaut werden könnte. Der Antrag hat zum Ziel, das Bezirksamt zu beauftragen, eine baufachliche Prüfung zur Grundlagenermittlung durchzuführen. Dabei soll geklärt werden, ob die bestehenden WC-Anlagen des Gebäudes so umgestaltet werden können, dass künftig vier Anlagen zur Verfügung stehen – darunter ein barrierefreies WC und, wenn möglich, sogar ein sogenannter „Changing Place“ für Menschen mit hohem Pflegebedarf.

Für diese Prüfung sollen bis zu 5.000 Euro aus bezirklichen Sondermitteln von der Bezirksversammlung bereitgestellt werden. Gleichzeitig soll das Bezirksamt weitere Finanzierungsmöglichkeiten für die Umsetzung der Maßnahme prüfen. Außerdem soll untersucht werden, welche Vereine, Institutionen oder andere Akteure im Stadtteil für eine spätere Bewirtschaftung in Frage kommen könnten und welche vertraglichen Regelungen dafür notwendig wären. Entsprechende Signale aus dem Stadtteil hatte man hierzu bereits wahrgenommen.

Dazu André Schneider, SPD-Bezirksabgeordneter für den Wahlkreis Sasel-Wellingsbüttel und stellv. Vorsitzender der Bezirksversammlung Wandsbek: „Als Wandsbek-Koalition möchten wir dazu beitragen, eine pragmatische und kostengünstige Lösung zu finden, um die Einrichtung von barrierefreien und öffentlich zugänglichen Toiletten im Saseler Ortskern zu ermöglichen. Das bestehende Marktmeisterhaus bietet sich hierfür einfach an. Die Belange der Wochenmarktbeschicker sollen und müssen dabei aber auch berücksichtigt werden“.

Jan-Hendrik Blumenthal, Planungspolitischer Sprecher der Grünen Bezirksfraktion:

„Frei zugängliche Toiletten im öffentlichen Raum sind entscheidend, um den Alltag vieler Menschen zu erleichtern. Das Marktmeisterhaus bietet sich an, um am Saseler Markt der Nachfrage nach öffentlichen Toiletten nachzukommen. So möchten wir zum Beispiel Eltern mit Kleinkindern, älteren Menschen oder auch durch Krankheiten eingeschränkte Personen mehr Teilhabe am öffentlichen Leben ermöglichen.“

Birgit Wolff, stellvertretende Vorsitzende der FDP-Fraktion Wandsbek: „Wir setzen uns als Wandsbek-Koalition auf vielfältigen Ebenen für eine deutlich bessere Ausstattung unseres Bezirkes mit öffentlichen WC-Angeboten ein – das ist in Anbetracht der Kosten ein schwieriges Unterfangen. Ein Konzept wie das für Sasel und das Marktmeisterhäuschen könnte eine Chance eröffnen, den erheblichen Bedarf mit einem neuen Konzept zu beantworten. Wir hoffen, es gelingt.“

Hintergrund:

Öffentliche Toiletten sind ein wichtiger Bestandteil der Infrastruktur in den Stadtteilen. Insbesondere an stark frequentierten Orten wie dem Saseler Markt sind sie notwendig, um die Aufenthaltsqualität für Besucherinnen und Besucher zu erhöhen und die Nutzung für alle Bevölkerungsgruppen – auch Menschen mit Behinderungen – zu erleichtern. Da die Bezirke in Hamburg für den Bau und Betrieb solcher Anlagen jedoch keine eigene Zuständigkeit haben, sind kreative Lösungen gefragt. Mit dem anstehenden Beschluss soll ein pragmatischer Weg gefunden werden, wie der Bedarf in Sasel durch Umbau bestehender Infrastruktur gedeckt werden kann.

Foto: Wandsbek-Koalition
Bald eine barrierefrei und öffentlich zugängliche Toilette im Saseler Marktmeisterhäuschen? v.l.n.r.: André Schneider (SPD), Birgit Wolff (FDP) und Jan-Henrik Blumenthal (Bündnis 90/Die Grünen)

Baustart an der Berner Au

Baustart am Rückhaltebecken Sasel bereits Anfang September

Das Bezirksamt beginnt Anfang September mit den Vorbereitungen zum Umbau des Rückhaltebeckens Sasel in ein naturnahes Hochwasserrückhaltesystem. Im Oktober wird mit den Umbauarbeiten begonnen.

Das Rückhaltebecken am Meiendorfer Mühlenweg wird zur Verbesserung des Hochwasserschutzes und zur Steigerung der Artenvielfalt um ein naturnahes Hochwasserrückhaltesystem erweitert. Das Wegenetz wird umgestaltet, damit die Natur noch besser erlebt werden kann.

Ich hatte bereits am 15. April 2024 über die Maßnahmen detaillierter berichtet. Den Artikel finden Sie hier.

Der Verkehr auf dem Meiendorfer Mühlenweg wird in Höhe der Zufahrt zum Rückhaltebecken durch eine Ampelanlage geregelt. Dadurch kann es phasenweise zu Verzögerungen kommen.

Informationen zu Wegesperrungen für den Fußgänger- und Radverkehr rund um das Rückhaltebecken werden vor Ort ausgehängt.

Die Baumaßnahme wird voraussichtlich bis Ende April 2026 abgeschlossen sein.