Pressemitteilung von Monika Pfaue, Barbara Kretzer und Thomas Jeutner:
Am 12. April 2012 haben wir eine von uns, Monika Pfaue(Rektorin i.R.der Schule Redder), Barbara Kretzer (Initiative für ein lebenswertes Sasel) und Thomas Jeutner (Pastor evangelische Kirchengemeinde Sasel) unterzeichnete Eingabe an den Eingabenausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft gesendet mit dem Anliegen, die Einrichtung eines sozialen Wohnprojektes in Sasel zu befürworten. Darin heißt es:
„Wir wenden uns wegen des sozialen Wohnprojektes, das in Sasel von der Großstadtmission Hamburg am Heideknick 4 geplant ist, an den Eingabenausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft mit der Bitte, dieses Vorhaben nicht abzulehnen, sondern mit zu fördern und zu unterstützen. Hier soll ein neues Zuhause für acht bis zehn Kinder im Alter von zehn bis sechzehn Jahren geschaffen werden, die aus unterschiedlichen Gründen nicht in ihren Familien bleiben können. Die Großstadtmission ist eine anerkannte Einrichtung, die langjährige Erfahrung nicht nur in der Jugendhilfe, sondern auch in der Eingliederungshilfe vorweisen kann. In vergleichbaren Wohngruppen leben Jugendliche in guter Nachbarschaft mit den Anwohnern der jeweiligen Stadtteile, selbst in angeblich noch ‘bevorzugteren Wohngegenden’.
Die Unterzeichnenden und mit ihnen viele gleichgesinnte Saseler wünschen, dass in unserem Stadtteil dieser sozialen Arbeit im Interesse der betreuten Kinder mit Respekt begegnet wird.
Sasel ist durch ein stabiles soziales Umfeld geprägt – Jugendfeuerwehr, Sportverein, Schulen, das Sasel-Haus und die Kirchen bieten hinreichend Möglichkeiten für die jungen Menschen, Anschluss zu finden. Das Argument, dass der Wert der Immobilie der Nachbarn sinkt, darf für diese uns alle fordernde Aufgabe nicht gelten.“
Unser Stadtteil ist vor fast hundert Jahren durch seine Geschichte der solidarischen Siedlerbewegung über die Grundstücksgrenzen hinweg zu dem geworden, was es heute ist: ein bevorzugtes Wohngebiet. Wir setzen uns dafür ein, dies ererbte Gut nicht nur mit denen zu teilen, die neu in diesen Stadtteil ziehen, sondern auch mit denen, die Hilfe brauchen. Dazu gehören besonders benachteiligte junge Menschen. Deshalb bekräftigen wir die Bitte an die Saseler, das Wohnprojekt Heideknick zu unterstützen.
Die zustimmenden und unterstützenden Rückmeldungen von Anliegern und Mitgliedern aus Saseler Vereinen und Institutionen untermauern dieses Anliegen.
Inzwischen ist aus der Bürgerschaftskanzlei die Nachricht gekommen, dass das Eingabeverfahren eingeleitet ist. (mp)
